Verschiedene Holzarten können dem Naturstammhaus als Holzlieferant dienen. Zu diesen Holzarten zählen beispielsweise einheimische Hölzer wie Weißtanne, Fichte oder Douglasie. Genutzt werden unter anderem auch Polar- oder Gebirgshölzer. Einige Unternehmen, die Naturstammhäuser errichten, verwenden aus ökologischen Aspekten ausschließlich einheimisches Holz.
Wichtig für die Qualität von Bäumen, die für ein Naturstammhaus verwendet werden, ist unter anderem deren Standort. Qualitativ gute Stämme zeichnen sich beispielsweise aus durch ein sogenanntes feinjähriges Holz – einem Holz mit sehr engen Jahresringen und gleichmäßigen Harzkanälen. Beworben wird dieses Holz als sehr langlebig und fest (es finden sich Angaben, nach denen das älteste Naturstammhaus bereits über 600 Jahre alt ist). Das im Stamm enthaltene Harz fungiert als natürlicher Holzschutz. Aufgrund der jahreszeitlich bedingten Veränderungen der Außentemperaturen bleibt das Harz stetig aktiv und im Fluss.
Daraus ergibt sich nach Angaben von Erbauern von Naturstammhäusern quasi eine natürliche Klimaanlage, da Temperaturschwankungen ausgeglichen werden können. Ein weiterer Vorteil der Naturstämme, die für ein Naturstammhaus verwendet werden, ist danach der, dass Gerüche oder Schadstoffe aus der Luft im Haus durch das Holz aufgenommen und nach außen geleitet werden. Gleichzeitig wird Sauerstoff von außen ins Hausinnere transportiert. Die Konstruktion eines Naturstammhauses soll darüber hinaus Allergien vorbeugen können und zum Abtöten von Bakterien führen. Um diese Funktionen aufrechtzuerhalten, werden die Baumstämme, die für ein Naturstammhaus verwendet werden, vor ihrer Verwendung durch Fachleute entsprechend präpariert.
Nach Angaben von Unternehmen, die Naturstammhäuser errichten, beruht das klimaaktive Verhalten von Naturstammhäusern unter anderem auf der durchgängigen Zellstruktur der verwendeten Holzstämme; ein Fakt, der beispielsweise bei Massivholzbohlen, bei denen mehrere Bretter aneinander geleimt werden, nicht vorliegt.
Beworben werden Naturstammhäuser des Weiteren mit ihren guten Wärmedämmeigenschaften (im Zusammenhang mit dem Wärmeschutz wird hier vom sogenannten U-Wert gesprochen) und mit einer deutlichen Wohlfühlatmosphäre aufgrund der verbauten Naturprodukte. Bei Naturstammhäusern als vorteilig hervorgehoben werden außerdem ein Wegfall von Baufeuchte und eine Pufferung der Luftfeuchte. Dem Bauherren soll es ein Naturstammhaus schließlich unter anderem ermöglichen, schnell in das Haus einzuziehen und langfristig gesehen Heizkosten zu sparen.
Interessiert man sich für ein Naturstammhaus, kann man sich beispielsweise an spezielle Bauunternehmen wenden, die ein entsprechendes Naturstammhaus nach individuellen Entwürfen erstellen. Meist stellen entsprechende Unternehmen auf Wunsch auch verschiedene bereits konzipierte Haustypen vor, aus denen von einem Interessenten ausgewählt werden kann.
Auswählen kann man bei verschiedenen Unternehmen in der Regel auch die gewünschte Ausbaustufe. Hier wird beispielsweise unterschieden zwischen einem Blockhausrohbau und einem geschlossenen Blockhausrohbau: Der Blockhausrohbau umfasst unter anderem Lieferung und Montage der benötigten Materialien. Beim geschlossenen Blockhausrohbau erfolgen beispielsweise zusätzlich der Einbau von Fenstern, das Richten von Dachkonstruktionen und das Verschalen von Dachüberständen.
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