Einer Kaminsanierung muss nun erst mal eine Berechnung des richtigen Querschnittes vorausgehen. Das kann entweder ein Kaminkehrer oder Heizungsfachmann machen. Er braucht den Kennwert des Heizungssystems. Oft wird auch empfohlen, die Brennstoffe zu ändern. Nasses Holz beispielsweise ist zum Verbrennen völlig ungeeignet. Aber das wird auch der Kaminkehrer bei den vorgeschriebenen jährlichen Messungen an den Abgasen feststellen.
Ist nun der richtige Querschnitt ermittelt, kann eine Sanierung stattfinden. Im Falle, dass der Querschnitt richtig war, muss der Kamin ausgefräst werden, um Platz für ein Innenohr zu bekommen. In den Kamin werden jetzt Rohre vertikal verlegt und mit Beton bis zum Mauerwerk hinterfüllt. Dabei muss sorgfältig gearbeitet werden. Die Kamine müssen dabei an mehreren Stellen geöffnet werden, damit das Rohr gleichmäßigen Abstand von den Kamininnenwänden bekommt. Die Rohre, die natürlich deutlich kürzer sind als die gesamte Kaminlänge, werden ineinander gesteckt oder mit Gewinde verschraubt. Das ist abgängig vom Material. Die Stellen, wo das Kondensat durchgedrungen ist, müssen von Putz befreit und neu verputzt werden.
Die Materialien der nachträglich eingebauten Rohre sind entweder Edelstahl oder Keramik, aber auch Glasrohre aus feuerfestem und bruchsicherem Glas sind im Angebot. Die Vor- oder Nachteile sollten vorher vom Fachmann bei der Auftragserteilung erläutert werden. Nach Inbetriebnahme finden zwar wieder Verbrennungsprozesse mit Kondensatbildung statt, aber durch die Querschnittsveränderungen sollten sie bis außerhalb des Hauses in die Umgebung gelangen. Bei den anderen Fällen, wo das Kondensat sich innerhalb an das Rohr niederschlägt, läuft das Kondensatwasser eben nach unten an dem Rohr entlang. Ein Durchschlagen durch die Kaminwände ist wegen des dichten Materials nicht mehr möglich. In der Regel sagt man, ein Kamin sollte innerhalb des Hauses liegen und nicht an der Außenwand. Kalte Kamine ziehen nicht so gut.
Es gibt auch doppelwandige Kaminrohre, falls nur ein schlecht gemauerter Kamin vorhanden ist. Das gibt dann Sicherheit für viele Jahrzehnte. Eine normale Kaminsanierung eines Hauses mit zwei Etagen dauert im Normalfall mit Stemmarbeiten und dem Einbau von Formteilen am Kaminboden, den Kamintürchen an mehreren Stellen weniger als einen Tag. Aber es gibt auch schräg gemauerte Kamine, da ist der Zeitbedarf durchaus etwas größer. Oft werden auch gleichzeitig mit der Kaminsanierung das Kaminblech beim Austritt des Kamins aus dem Dach und der Kaminabschluss mit saniert.
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