Sehr vielseitige Einsatzbereiche möglich
Die Holzrahmenkonstruktionen sind in Europa vor allem aus Skandinavien bekannt und werden darüber hinaus in ganz Nordamerika häufig verwendet. Mit der Bauweise lassen sich Gebäude mit bis zu 2 Etagen mit guter und belastbarer Statik erstellen. Sie werden in erster Linie als Wohngebäude genutzt. Bei der Fertigung der Holzrahmen kommen ähnlich wie beim Fachwerkbau Balken als senkrechte Lastträger zum Einsatz. Bei Fachwerkbauten sind diese oft sehr massiv und wuchtig ausgeführt. Die Holzrahmenbauweise verwendet deutlich kleinere Abmessungen der Balken und gibt der Konstruktion des Holzrahmens durch diagonale Verstrebungen und durch eine Beplankung die gewünschte Stabilität. Holzrahmen ohne die notwendige Ausfüllung des Holzrahmens weisen nur geringe Stabilität auf. Fertige Wände stehen in ihrer Belastbarkeit gemauerten Wänden oft nicht nach. Die Bauweise hat gegenüber massiven Steinbauten handfeste Vorteile bei der Bearbeitung und den entstehenden Kosten.
Holzrahmenbauten sind leicht und stabil
Die Statik der Holzrahmenbauweise ist hoch belastbar und setzt der Formgebung der Immobilien kaum Grenzen. Der Vorteil der Gesamtbauwerke liegt in ihrem relativ geringen Gewicht. Häuser in dieser Bauart kommen mit vergleichsweise kleinen Fundamenten aus. Die Holzrahmen werden im Gegensatz zu Fachwerkbauten häufig komplett verkleidet und sind später nicht mehr zu erkennen. Die Wände können Mit Gips- oder Fermacellplatten verkleidet und tapeziert werden. Von gemauerten Wänden sind sie nur durch einen Klopftest zu unterscheiden. Von Außen können Holzrahmenbauten mit vorgesetzten Klinkerwänden verkleidet werden. Damit wird nicht nur ein massiver Eindruck des Gebäudes erzielt sondern auch der relativ geringe Schalldämmwert der Holzrahmenwände verbessert. In den Wänden sind in den Hohlräumen Wärmedämmungen eingearbeitet. Sie eignen sich auch problemlos zur Installation von Kabeln und Wasserrohren.
Die industrielle Fertigung von Bauteilen macht die Holzrahmenbauweise rentabel
Die Wände in Holzrahmenbauweise können auf großen Maschinen mit enormer Maßgenauigkeit produziert werden. Die Fertighausindustrie hat die Bauweise daher bis zur Perfektion weiterentwickelt und liefert industriell gefertigte Hausteile mit extrem kurzer Montagezeit. In den Wänden sind viele Installationen, Fenster und Türen bereits enthalten. Die rationelle Fertigungsweise macht derartige Bauten zu gut kalkulierbaren Vorhaben und hat in der Praxis bereits viele Bewährungsproben bestanden. Fertighäuser oder in Handarbeit errichtete Holzrahmenbauten haben die gleiche Lebensdauer wie konventionelle Steinbauten. Die Konstruktionen sind leicht umzubauen und so können Grundrisse oder ganze Häuser mit vertretbarem Aufwand verändert werden. Die technischen Standards der Holzrahmenbauweise erfüllen energetisch die höchsten Ansprüche. Sie werden vielfach mit weit besseren Werten verbaut als sie die Wärmeschutzverordnungen fordern. Da die Holzrahmenbauweise nahezu keinerlei Einschränkungen mitbringt, wird sie auch in Zukunft eine der beliebtesten Bauweisen bleiben.
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