Kleinere Neuerungen im heimischen Garten stellen in der Regel niemanden vor größere, planerische Aufgaben. Hier und da ein paar Sträucher ein- oder umzupflanzen oder das eine oder andere Beet anzulegen erfordert eben keine größeren Planungen. Ein anderer Sachverhalt ergibt sich, wenn eine komplette Neu- oder Umgestaltung des Gartens ansteht. Hier sieht man sich nicht nur einer Vielzahl unterschiedlichster Gestaltungsmöglichkeiten gegenüber, es müssen auch unzählige Details in die Planung mit einbezogen werden. Vor umfangreichen Änderungen im Garten empfiehlt sich daher die sorgfältige Erstellung eines Plans.
Prinzipiell benötigt man für eine Gartenplanung nur etwas Papier, verschiedenfarbige Stifte und vielleicht ein Lineal. Allerdings kann es auf dem Papier auf Grund der Vielzahl der möglichen Details schnell unübersichtlich werden. Die Angabe der verschiedenen geplanten Pflanzenarten, Größenhinweise für Terrassen- oder Rasenflächen oder Standorte für Gartenmöbel und vieles mehr müssen Platz auf dem Plan finden. Außerdem ermöglicht ein selbst gezeichneter Plan allenfalls eine rudimentäre Vorstellung davon, wie der fertige Garten später tatsächlich aussehen würde.
Wesentlich komfortabler als Papier und Stift ist die Arbeit mit einer Planungssoftware. Am PC bieten sich völlig andere Möglichkeiten der Gartenplangestaltung, mit denen die Planung wesentlich leichter von der Hand geht als auf die altmodische Weise. Mit einem guten Gartenplaner lässt sich im Handumdrehen ein traumhafter, virtueller Garten ganz nach Wunsch anlegen und schon vor der realen Umgestaltung des eigenen Gartens kann man sich eine ziemlich genaue Vorstellung davon machen, wie der Garten nach Umsetzung der Pläne aussehen wird.
Möchte man mithilfe eines Gartenplaners die Gestaltung seines Gartens planen, sollte man allerdings nicht zur erstbesten Software greifen, die einem unterkommt. Die Unterschiede in Qualität und Funktionsumfang können sich erheblich unterscheiden. Für welche Planungssoftware man sich am besten entscheidet, hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab. Wer sich vom Gartenplaner nur ein wenig inspirieren lassen möchte oder einen ungefähren Eindruck davon gewinnen will, wie sich der heimische Garten gestalten ließe, muss sich sicher nicht in Unkosten stürzen und die aktuellste und teuerste Software kaufen, die der Markt gerade bietet. Einfache Gartenplaner findet man im Internet auch kostenlos - entweder als Softwaredownload oder auch zur Online-Nutzung auf einigen Webseiten. Wer der englischen Sprache einigermaßen mächtig ist, findet sogar recht umfangreiche und ansprechend gestaltete Planungssoftware im Netz.
Will man aber mit einem Gartenplaner detailliert die Gestaltung seines Gartens ausarbeiten, empfiehlt sich doch die Investition in eine hochwertige Gartenplanungssoftware. Hier gilt es, die unterschiedlichen Angebote nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Funktionsumfang hin zu vergleichen.
Hat man sich für einen Gartenplaner entschieden, die Software installiert und sich ein wenig mit dem Programm vertraut gemacht, steht man zunächst vor der Aufgabe, seinen vorhandenen Garten möglichst detailgetreu im Planer ‚nachzubauen’. Dazu gehören nicht nur Grundform und Abmessungen, sondern auch die Beschaffenheit des Geländes. Schließlich ist es für die Planung von Bedeutung, wenn der Garten in eine Richtung abfällt oder gar Erhebungen und Senken aufweist.
Anschließend kann man sich an die Neugestaltung machen. Gartenplaner stellen dafür eine breite Palette an Funktionen zur Verfügung. So kann beispielsweise das Gelände wunschgemäß modelliert werden, es lassen sich Wege, Rasenflächen, Beete und Hecken anlegen und auch Gartenhäuschen finden mit der Software einen geeigneten Platz. Natürlich lassen sich auch Wasserläufe, Teiche und Pools in die Planung mit einbeziehen. Richtig anschaulich wird es, wenn die verschiedenen Pflanzen an ihre geplanten Standorte gesetzt werden. Gartenplanungssoftware stellt meist eine Vielzahl verschiedener Pflanzen aller Art zur Verfügung - vom Zierstrauch bis zur Nutzpflanze - sodass man hier schnell einen recht realistischen Eindruck davon gewinnen kann, wie der Garten einmal aussehen wird.
Auch zahlreiche weitere Details lassen sich in den Gartenplan einfügen. Dazu gehören zum Beispiel Gartenmöbel in verschiedenen Designs aber auch Grillplätze und selbst Dekorationsartikel wie etwa der klassische Gartenzwerg. Terrassenflächen lassen sich mit verschiedenen Texturen darstellen, sodass man einen Eindruck davon gewinnen kann, wie sich die Gartenoptik bei Verwendung unterschiedlicher Terrassenbeläge verändern kann.
Ein Gartenplaner gibt einem also fast völlig freie Hand in der Gestaltung.
Das besondere an guten Gartenplanern ist, dass sie dem Nutzer ein sehr realistisches Bild des geplanten Gartens vermitteln können. Sie bieten entweder schon im Planungsmodus oder in einem separaten Modus eine komplexe, dreidimensionale Ansicht, bei der sich sogar der unterschiedliche Lichteinfall zu den verschiedenen Tageszeiten einkalkulieren lässt. So lassen sich auch die Bedürfnisse der Pflanzen in die Planung mit einbeziehen. Schattengewächse oder Pflanzen, die viel Sonne benötigen finden einfacher ihren Platz und auch der Standort für einen Grillplatz oder die optimale Lage einer Liegewiese lässt sich leichter bestimmen. Selbst eine Nachtansicht auf den Garten ist bei manchen Gartenplanern möglich. Manch eine Software ermöglicht auch den Blick auf den Garten zu verschiedenen Jahreszeiten und zeigt dem Nutzer, welchen Eindruck sein Wunschgarten beispielsweise in den Wintermonaten machen dürfte.
Gartenplaner bieten auch die Ansicht des virtuellen Gartens aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Vergrößerungen. Die Möglichkeiten können bis zu einem virtuellen Rundgang durch den Garten aus nächster Nähe reichen.
Gartenplanungssoftware hat aber natürlich auch ihre Grenzen. Sie erleichtert zwar das Planen, aber die Umsetzung bleibt naturgemäß dem Gartenbesitzer überlassen. Und so kann die Software selbstverständlich keine Auskunft darüber geben, wie einfach oder kompliziert sich die Umsetzung der Pläne letztendlich gestaltet. Auch die Abschätzung des finanziellen Aufwandes bleibt dem Menschen überlassen.
Wer seinen Garten mithilfe eines Gartenplaners gestalten möchte, sollte sich also über die Umsetzbarkeit der virtuellen Möglichkeiten im Klaren sein und auch die Kosten einigermaßen abschätzen können. Eine Gartenplanungssoftware ist natürlich auch kein Pflanzenlexikon. Festzustellen, welche Standorte sich für die einzelnen Pflanzen am besten eignen und wie hoch der Pflegeaufwand des geplanten Gartens wäre bleibt also ebenfalls dem Menschen überlassen. Ist man in solchen Dingen überhaupt nicht bewandert, kann ein Gartenplaner allenfalls einer eher rudimentären Planung dienen und stellt sich für den Nutzer ansonsten eher als ein unterhaltsames Spielzeug dar.
In solchen Fällen bietet es sich an, einem Gartenplaner aus Fleisch und Blut zu vertrauen. Dieser kennt sich nicht nur wirklich gut mit den verschiedenen Pflanzen aus, er kann auch den echten Garten selbst in Augenschein nehmen und realistisch beurteilen, welche Möglichkeiten sich dort bieten und mit welchem Aufwand diese verbunden wären. Nicht zuletzt kann ein realer Gartenplaner auch die Kosten abschätzen, die eine Umgestaltung nach Wunsch mit sich bringen würde und gestalterische Alternativen anbieten, die technisch oder preislich leichter zu realisieren sind.
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